
Dezember 2009 ,
bin ich auf die Idee gekommen, mich von meinen Ballast zu befreien und habe meine große Aufräumaktion gestartet. Ich weiß nicht wie viele Bilder ich entsorgt habe und wie viele ich liebevoll zusammen gerollt /gelegt habe und in Kartons gestapelt habe, es waren einige. Von einigen wollte /konnte ich mich nicht trennen, habe aber dadurch das sie in Kartons waren viel Platz für Neues gehabt. Danach habe ich mich befreit gefüllt und meine schmerzhaften Finger gepflegt.. es war soviel arbeit die ganzen Leinwände von den Keilrahmen zulösen.
Jetzt lecke ich meine Wunden meiner ganzen Baustellen die ich zur zeit habe.
All meine gesammelten Werke in den Kartons sind nun zum Opfer meiner großen Flut geworden. Das stimmt mich traurig und nun habe ich noch mehr Bilder verloren.

So sah mein Atelier 2010 aus und ich habe es geliebt ,ich mochte den flair und eigentlich war ich 2010 viel zu selten da…

Das war mein Atelier bis Mai.. alles war noch friedlich und hätte man mir gesagt das sich bald alles ändern würde . so hätte ich nie gedacht ,das bald alles zerstört ist und ich so viel verloren habe.

Juli/August 2011 und so schaut mein Atelier jetzt aus..mir fehlen immer noch die Worte und ich kann es noch gar nicht glauben das ich soviel verloren haben neben der Zerstörung meines Ateliers.

Langsam beginnen wir mit der Aufräumaktion . ich weiß noch gar nicht was ich alles verloren habe, aber es ist eine Menge an Bildern /Zeichungen, Bücher und gesammeltes . Ich bin immer noch geschockt und sprachlos…

2011, ist wahrlich nicht mein Jahr und ich versuche irgendwas Positives darin zusehen, aber das fällt mir äussererst schwer.
Was habe ich mich gefreut als wir mit der Renovierung der Schildstrasse begonnen haben und ich dachte nach 7 Jahren eine Auffrischung das tut gut .7 Jahre bin ich nun in der Schildstrasse und ich habe mich immer zuhause gefühlt. Im Moment fühle ich mich so fremd.
Fertig ist es immer noch nicht, das wird auch noch was dauern.
Dann hat man nach zwei drei Jahre Planung endlich mit dem Straßenbau begonnen und seit dem haben wir ständig Überschwemmungen, was noch nie vorher da gewesen war.
Im Mai mein Unfall was mich noch ein paar Monate außer Gefecht setzt.
Die große Katastrophe oder der Untergang meines Ateliers..
Artikel 5… wir hatten jetzt Sommerpause und starten wieder mit der Kunstroute. Ich werde zwar Teilnehmen, aber mit einbringen kann ich mich nicht. Eigentlich wollte ich mich ganz raus tun, aber ich habe so liebe Artikler die mich unterstützen. Ist ein scheiß Gefühl sich nicht mit einzubringen, komme mir fast vor wie ein Gastkünstler in der eigenen Galerie.
Im Moment fühle ich mich nirgendwo so richtig zu hause.
Ich habe mit soviel Elan und Neuem gestartet und nun bin ich aus allem herausgerissen worden. Fällt mir ganz schön schwer damit klar zukommen und ich weiß nicht was die Zukunft bringt.
Stück für Stück geht es vorwärts und langsam geht manches einfacher ,
ich freue mich auf dem Tag wo ich wieder unbeschwert den Pinsel schwingen kann., mit meinen Hund durch die Wälder streifen kann. Mich ins Auto setzten kann und mich frei fühlen.
Jetzt freue ich mich erstmal über jeden kleinen Schritt auch wenn ich sie manchmal nicht sehe.
Geduld ist gefragt, trainieren und Zeit.
Von all diesen Baustellen bin ich die größte.. ist schon merkwürdig, Baustellen haben mich schon immer faziniert und als Kind war ich auf jeglichen Baustellen zufinden . Ich weiß nicht wie oft ich meinen Dad begleitet habe und auch heute noch war ich so oft auf Baustellen zu finden.
Aber diese Baustelle bleibt mir fremd.