22.5.2013
Heute genau vor zwei Jahren , ein Tag in meinem Leben wo sich mein Leben von einer Sekunde auf die andere verändert hat. Nix ist mehr wie es war, einiges habe ich wieder erkämpft erarbeitet aber vieles ist für immer verloren.Heute vor einem Jahr war die letzte Op und ich dachte yeah , jetztgeht alles Bergauf und der Albtraum hat ein Ende.
In manchen Situationen ist alles wieder präsent , aber im großen und ganzen denke ich darüber nicht nach und versuche alles so zu nehmen wie es ist auch wenn es mir oft nicht leicht fällt wenn man ständig an die Körperlichen Grenzen stößt , die schnell erreicht sind.
Ich habe viele Höhen und Tiefen erlebt und manchmal stand ich kurz davor aufzugeben, aber irgendwas hat mich immer wieder davon abgehalten. Die Hoffnung , mein innere Schweinehund der nicht aufgeben will , weil er kämpfen will und sich sagt irgendwann kann ich wieder alles. Mir selbst zu beweisen das ich die Kraft und die Stärke habe und ganz wichtig weil ich mein Leben mag.
Manchmal sehe ich die ganzen kleine Schritte nicht, die ich täglich mache und die Beschwerden und mein körperliches Dasein überwiegt. Doch dann habe ich gute Freunde an meiner Seite die mir genau das aufzeigen was ich nicht sehe und mir sagen wieviel ich erreicht habe .
Ich kann mich besser Bewegen , ich kann wieder hier und da zeichnen auch wenn es oft alles von mir abverlangt, ich bin alleine nach Berlin mit dem Auto gefahren , ich laufe mit meinen Hund wieder unbeschwerter durch den Wald, ich habe wieder Lust auf neue Projekte, ich kann die Kamera länger in der Hand halten , länger durch Straßen laufen, banale Dinge wie kochen, Haare waschen, mal das Haus ein wenig zu säubern.. ach da gibt es einiges was mir ich jetzt gar nicht alles einfällt.
Das alles klappt schon viel besser , nur oft merke ich nicht schnell genug wo meine Grenzen sind , ich kann das nah wie vor nie wirklich einschätzen oder bin in etwas so vertieft das ich die Grenzen nicht wahrnehmen oder vielleicht auch nicht will.
Nach zwei Jahren laufe ich immer noch zweimal die Woche zu meinen Physiotherapeut, zu meinen Akupunkteur (chinesische Medizin )und zu meiner Homöopathin. Ich bin froh dass ich diesen Weg gewählt habe anstatt mich täglich mit irgendwelchen Schmerzmittel und Muskelrelaxer etc.. voll zu pumpen. Hier und da immer da wo ich fast aufgegeben hätte habe ich es versucht mit dem Resultat das es nicht wirklich was gebracht hat und letztendlich mir davon oft schlecht war und ganz Nebenbei an die Nebenwirkungen gedacht habe.
Hätte ich all die Sachen genommen wäre mein Körper jetzt Kaputt, mein Leber und sonstige Organe.
Manchmal denke ich , es muss doch ein Grund habe, warum meine Muskeln schmerzen und nicht locker lassen wollen und das Ganze nicht völlig ausheilt.. Mein Physiotherapeut, meint er fängt immer wieder bei null an und wir suchen nach Lösungen, sowie meine Akupunkteur und meine Homöopathin. Irgendwas muss bei mir im Unterbewusstsein blockieren, nur kenne ich die Lösung nicht, ganz schön deprimierend.
Laut Ärzte braucht es Zeit und ich soll mir die Zeit geben, aber nach der Frage werde ich jemals wieder ganz frei Leben können , kommt immer nur ein Mitfühlender Blick und dann es wird besser haben sie Geduld und machen sie weiter so wie bisher .
Das ganze was mir passiert ist hat nicht nur negative Seiten , denn man lernt vieles mit anderen Augen zusehen, man schätz kleine Dinge man erfreut sich an Sachen die man vorher vielleicht nie oder so gut wie keine Aufmerksamkeit geschenkt hat . Man lernt neue Menschen kennen und schätz umso mehr die Menschen die einen Unterstützen und für einen da sind. Man erfreut sich über kleine Dinge des Lebens und man hat gemerkt wie schnell ein Leben vorbei sein kann.
Ich habe für die Zukunft neues geplant
Ich will wieder mehr Ausstellungen machen ,
mit Kindern arbeiten
mehr reisen
und ganz wichtig autark sein.. das ist mir sehr wichtig, ich habe erfahren wie schnell man austauschbar ist und wie schnell man fallen gelassen wird wenn man nicht mehr funktioniert.. und das will ich nie wieder durchleben.
also werde ich laufe des Jahres damit beginnen mir wieder ein Laden zu suchen
wo ich Ausstellungen organisieren kann, wo ich arbeiten kann und Kurse anbieten kann.
Den einen oder anderen nehme ich mit rein weil es doch leichter ist Kurse zu mehren anzubieten und unterschiedliches.
Ich werde darüber berichten..
Es geht weiter und mit einem Lächeln und ein wenig Humor geht alles viel leichter.
Ich liebe das Lachen .