Zwischenbericht dez.
19 Monate ist es nun her und 8 Monate nach den letzten OP´s und langsam tut sich was, die Wunde geht zu. Im Moment werde ich getappt was mir eine Erleichterung bringt.
Anfang des Monats habe ich ein MRT gemacht bekommen und ich bin froh das dabei heraus gekommen ist das meine HWS zwar nicht optimal verheilt ist und die Schauben nicht optimal liegen aber kein Grund dafür besteht es jetzt nochmals operieren zulassen die Gefahr ist einfach zu groß und ob ich dadurch problemloser lebe ist dahin gestellt könnte sich auch verschlimmern.
Ich bin so froh das ich Ärzte um mich herum habe denen ich vertraue, laut Gutachter wäre ich ja mittlerweile noch ein paar mal unter das Messer gekommen und hätte vermutlich jede Menge neues Metall im Rücken aber so yeah bin ich zufrieden.
Die Ärzte hier im Luisen sind einfach klasse die Behandlung hört nicht nach der Op auf und Tschüß nein ich bin mehr als ein halbes Jahr ganz lieb aufgenommen worden und behandelt und auch jetzt noch wenn was ist kann ich jeder Zeit des Morgens um 8.00 Uhr da sein.. Das ganze Unfallteam ist einfach toll so nach mehr als ein halbes Jahr habe ich schon das Gefühl gehabt ich gehöre zum Inventar
Wie geht es mir sonst, ich kann mich besser bewegen , habe jetzt einen neuen Physiotherapeut und eine gute Homöopathin und einen guten Osteopathen und alle drei versuchen mich wieder fit zubekommen. Muskulär habe ich nah wie vor wahnsinnige Probleme sobald ich etwas mache brennen und schmerzen die Muskeln im Schultergürtelbereich so dass ich nicht mehr in der Lage bin viel zu machen und dann halt noch die Wirbelkörper. Ich hoffe das dies bald aufhört denn manchmal habs einfach keine Lust und Kraft mehr.
Ich darf jetzt mit leichtem Kraftaufbau beginnen und hoffe das ich das Ganze langsam in den Griff bekommen. Wodrauf freue ich mich, wenn ich morgens aufstehe und mal nix spüre und nicht das Gefühl habe ich müsste meinen Rucksack ausziehen denn so ein Rucksack kann im Laufe des Tages verdammt schwer werden. So schwer wie mein Rucksack wird so schwer werden auch meine Gedanken und desto mehr Zeit vergeht desto mehr merke ich das ich ganz orientierungslos werde und merke das nix mehr so ist wie es mal war und ich nur schwer den Weg zurück finde, ein Zurück wird es nicht geben einen neuen Weg muss ich finden nur den zu finden fällt mir äußerst schwer . Irgendwie bin ich so Perspektivlos und Existenzlos.
Von malen und zeichnen bin ich immer noch weit entfernt aber manchmal merke ich wie ein verlangen kommt ich sehe das mal als ein langsames heran tasten. Aber im Moment habe ich die Kraft den Kopf nicht dazu.
Meine Homöopathin meint ich könnte noch nicht den Weg zurück finden und das mit der Heilung läge auch mit daran das in mir einfach noch zu viele Baustellen wäre. Ich müsste erstmals mit einiges abschließen und meine innere Wut loswerden und meine innere Stärke finde und mich selbst wieder liebe erst dann könnte ich wieder kämpfen.
Ich habe nicht das Gefühl das ich Kampflos aufgebe aber ich merke immer mehr dass mir einfach manchmal die Kraft fehlt.
Ich lese gerade das Buch von Byron Katie
„Wer wäre ich ohne mein Drama „
Naja ich habe angefangen aber merke dass ich mich innerlich ein bisschen dagegen wehre es zu lesen, aber vielleicht erkennen ich einiges besser wenn ich es gelesen habe.
Noch 2 Tage dann haben wir 2013 und ich habe mir bis jetzt noch keine neuen Vorsätze vorgenommen.
So das war es erstmal……….